DRITTE ORTE SIND “WOHNZIMMER FÜR DIE KULTUR” UND KREATIVE GESTALTUNGSRÄUME. MIT PROGRAMM UND PROFIL. MIT RAUM FÜR ZUFÄLLIGE BEGEGNUNGEN. AUSGERICHTET AN DEN BEDÜRFNISSEN DER MENSCHEN VOR ORT.
quelle.
Hervorgegangen ist die STATION aus einer Kooperation zwischen dem Kulturhafen Au e.V. und dem Wir-Dorf Westerwald-Sieg im Februar 2023, die gemeinsam und auf öffentlicher Bühne die Wiederbelebung des Bahnhofs Au(Sieg) forderten. Was als etwas größenwahnsinnige Idee zwischen Steffen Jahn, Anna Mauersberger und Anselm Maria Sellen begann, kam ins Sprudeln, wurde zum Fluss – und nahm Weitere mit: Die Deutsche Bahn als Eigentümerin, der die Bahnhofsräume nach wie vor gehören, war schnell dabei, ebenso kam die Gemeinde Windeck hinzu, in deren Zuständigkeits-Bereich der Bahnhof fällt. Es wurden Fördermittel organisiert, Verträge geschmiedet, Pläne gemacht, gezeichnet, verworfen und über Bord geworfen.
Anna wurde zur Quelle und treibenden Kraft hinter der STATION. Steffen mit seinem Kulturhafen e.V., der direkt gegenüber vom Bahnhof liegt, mutierte zum Projektträger. Und Anselm war der Fels. Wie immer.
Gründungsteam.
Ganz organisch fanden weitere Menschen zu uns, immer zum genau richtigen Zeitpunkt. In einem Moment, in dem uns drohte, die Puste auszugehen, schenkte uns Sarah Jung (die den Bahnhof aus ihrer Kindheit in Wissen noch als “das Tor zur Welt” erinnert) die lebendige Vision eines schönen, ästhetischen Bahnhofscafés mit guten Produkten und liebevoller Atmosphähre.
Stephan Schmidt, der als Gründer und Tüftler mit seiner Firma Expeditionsmobile baut, stieß hinzu, als uns der Komplexitätsgrad von Brandschutz, Denkmalschutz und Bevölkerungsschutz langsam zu erdrücken drohte. Seither haben wir einen Bauleiter –ohne dass wir explizit nach einem gesucht hätten.
Und Stephans Frau Anne Rosenthal wiederum kam hinzu, als es langsam galt die Ärmel hochzukrempeln: Anne betreibt auf ihrem Hof in Isert einen beeindruckenden Permakultur-Garten, hat Schafe, Hühner und sehr viele Obstbäume – und kümmert sich ab jetzt um frische Produkte im Stationscafé.
Mit Ausnahme von Anna, die als Sozialunternehmerin davon lebt, dass ihre Projekte ihren Unterhalt mit absichern, arbeitet das gesamte Team bislang im Ehrenamt,
Wir sind das Gründungsteam. So fangen wir an. Mehr zu uns und unseren Hintergründen haben wir in unserem Logbuch versteckt.
in zusammenarbeit mit der gemeinde windeck und der deutschen Bahn.
Nichts ginge ohne unsere Partner: Wenn wir als kreative Akteure die Initialzündung und die treibende Kraft hinter dieser Unternehmung sind, so ist die Gemeinde Windeck mit Bürgermeisterin Alexandra Gauss und Wirtschaftsförderer Thomas Becher die Schirmherrin, unter deren Schutz und Wohlwollen sich die STATION überhaupt erst entwickeln kann. Ein so abenteuerliches Projekt braucht starke Befürworter mit weitreichenden Armen! In den 36 Monaten unserer Förderung übernimmt die Gemeinde sogar die Nebenkosten unserer Unternehmung: Wir bedanken uns von Herzen für den Vertrauensvorschuss.
Die Deutsche Bahn wiederum stellt uns die Räumlichkeiten zur Verfügung – und wagt sich mit uns hinaus auf unbekanntes Terrain: Könnte die STATION zur Wegweiserin werden für andere Bahnhöfe im Ländlichen Raum, wo den Menschen die Begegnungsräume abhanden kommen – und es Bahnhöfe immer schwerer haben, “zu überleben”? Wir wissen, dass Innovation (vermeintlich) ein hohes Maß an Mehr-Arbeit produziert und danken aufrichtig für den Einsatz.
gefördert durch das PRogramm NRW Dritte orte.
DIE STATION wird von April 2024 bis voraussichtlich 2028 vom NRW-Landesministerium für Kultur und Wissenschaft im Programm Dritte Orte mit dem Ziel gefördert, einen kulturellen Dritten Ort in der Region Windeck aufs Gleis zu setzen – und zu verstetigen! Unser besonderer Dank gilt dem Programmbüro ProLoco rund um unsere Projektpaten Tobias Bäcker und Dana Kurz, die uns rund um die Uhr gleichsam versiert und zugewandt mit Rat und Tat zur Seite stehen.
50.000 Euro Brutto standen uns in der Konzeptphase für die Planung des Ortes zur Verfügung; ab April 2025 werden weitere 450.000 Euro Brutto für die Umsetzung bewilligt. Dabei handelt es sich klar um eine Kulturförderung: Wenngleich ein Teil der Mittel für Bau- und Sanierungsarbeiten aufgewendet werden dürfen (und auch werden), so liegt der Fokus des Förderprogramms auf den kulturellen und begegnungs-stiftenden Elementen. Diese Website ist unser “Konzept” – in Echtzeit, sozusagen. Und natürlich: im Fluss!
inspiriert, Begleitet und beraten durch das myzelium ökoystem für gemeinschafts-basiertes wirtschaften.
Niemals könnten wir da stehen, wo wir heute stehen, wären da nicht Franka und Stefan vom MYZELIUM. Als unser liebevolles, Praxis-erprobtes und Herz-verbundenes Beratungs-Duo lassen sie uns nach innen und außen wachsen, sowohl als Team als auch als Menschen, die sich erst einmal trauen müssen, zu springen und Altbekanntes wirklich-wirklich loszulassen.
An Frankas und Stefans Seite machen wir uns auf in eine völlig neue und abenteuerliche Form des Wirtschaftens, die alles auf den Kopf stellt, was wir bis hierhin gelernt haben: Wir denken von der Gemeinschaft aus. Sind dabei in Kontakt mit unseren Bedürfnissen. Sprechen transparent über Geld (und das, was wir sonst noch so brauchen).
Vor allem kommt da plötzlich Vorfreude auf: Wenn auch nur im Ansatz wahr wird, was wir jetzt bereits für die STATION zu denken und zu fühlen imstande sind, dann… ist es gut.